Unangefochten, so ist nicht nur der Titel des heutigen UFC-Events, sondern auch (immer noch) der Status der Heavyweight-Regentschaft von Fedor Emelianenko.
Der Kampf gegen Andrei Arlovski versprach, eine ernstzunehmende Herausforderung für den Champion zu sein. Mit zuletzt sechs Siegen in Folge unterstrich Arlovski seine augenscheinliche Top-Form und seinen Status als einer der Top 5 Schwergewichtler und vielleicht bester Striker in dieser Gewichtsklasse. Tatsächlich machte er eine sehr gute Figur, bis ihm eine etwas gewagte Idee kam:
(Mit lohnenswerten Replays gibt es den Kampf hier.)
Arlovskis Striking war wirklich sehr gut, vor allem die hohe Geschwindigkeit seiner Punches schien Fedor ein wenig Probleme zu bereiten. Auch einige Kicks landeten gut, aber im Nachhinein gesehen muss man auch sagen, dass keine Aktion Fedor wirklich in Gefahr brachte. Arlovski hatte zwar einen deutlichen optischen Vorteil (ich war auch überrascht, wie viel größer und muskulöser als Fedor, der wie immer etwas pummelig wirkte, er war), aber Fedor ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und wartete, ohne selbst Fehler zu machen, auf den entscheidenden Fehltritt des Gegners. Und dieser kam nach gut 3 Minuten der ersten Runde. Arlovski hatte Fedor mit einigen Körperschlägen und einem Push-Kick in die Ecke gedrängt, und man hatte fast den Eindruck, Fedor sei von den Treffern etwas angeschlagen. Diesen Eindruck hatte wahrscheinlich auch Arlovski, der daraufhin den glorreichen Plan fasste, ein Flying Knee zu starten. Ein Flying Knee! Gegen Fedor Emelianenko! Dieser konnte die Aktion, die auch wirklich aus der letzten Reihe schon vorher erkennbar war, mit Leichtigkeit blocken, und zwar mit seiner Faust im völlig ungedeckten Gesicht von Arlosvki. Arlovski hatte gerade den Boden verlassen, da schlug die Rechte ein knockte ihn prakisch in der Luft aus. Er vollführte noch eine elegante Drehung in der Luft, um seinen Fall wiederum mit dem Gesicht zuerst am Boden abzubremsen, bevor der Referee Big John McCarthy den Kampf stoppte und Fedor prakisch seinen ersten “richtigen” Knockout zu seinem Resumée hinzufügen konnte.
Hier nochmal aus einer anderen Perspektive:

Damit ist ein weiterer ehemaliger UFC-Champion von Fedor abgefertigt worden, und außerhalb der UFC bleibt eigentlich nur noch Josh Barnett als ernstzunehmender Gegner (und innerhalb der UFC sieht es gerade in der Schwergewichtsklasse bekanntermaßen eher dünn aus).
Das erwähnte heutige UFC-Event bringt uns als absolutes Highlight einen Kampf zwischen zwei Athleten, die regelmäßig genannt werden, wenn es um den besten Pound-for-Pound-Kämpfer (also ohne Gewichtsunterschiede zu berücksichtigen) geht (neben Anderson Silva und eben Fedor). BJ “The Prodigy” Penn, der derzeitige UFC Lightweight Champion, gegen Georges St.Pierre, den Welterweight Champion. Bei ihrem letzten Kampf gab es eine Split-Decision für GSP (2 Kampfrichter sahen ihn also als Sieger, 1 Kampfrichter BJ Penn), die hauptsächlich auf die schlechte Kondition Penns zurückzuführen war. Obwohl er sich in diesem Bereich wohl verbessert hat, sehe ich GSP als leichten Favoriten. Außer in Sachen BJJ sehe ich alle Vorteile bei GSP, vor allem in Sachen Athletik und Dynamik, was man sehr gut in seinem letzten Kampf gegen Matt Hughes sehen konnte:
Matt Hughes vs. Georges St. Pierre III
Besonders beeindruckend waren hier seine Takedowns gegen einen exzellenten Ringer, vor allem der Wurf kurz vor Ende des Kampfes. Und natürlich die Submission, wo er erst einen Triangle-Choke mit seinem Beinen ansetzt, dann zu einem Kimura übergeht und daraus dann letztendlich den siegbringenden Armbar macht.

2 Comments
http://tinyurl.com/afoode Undisputed.
Wer abhebt, muss auch wieder runterkommen!
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